Workshops - Corel Photopaint X5
Einführung und Grundlagen
Willkommen zu den Workshops mit Corel Photopaint X5
Wenn Sie in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photo
Paint ein Bild öffnen oder ein Bild vom Scanner oder
Ihrer Digitalkamera laden oder ein neues Bild erstellen,
haben Sie es immer mit einem Pixelbild zu tun.
Pixelgrafiken bestehen aus einer Vielzahl (bis zu
mehreren Millionen) einzelner Bildpunkte. Jeder
Bildpunkt (Pixel) besitzt nur einen Farbwert. Welchen
Farbwert dieser Pixel haben kann, wird von der so
genannten Farbtiefe bestimmt:
1 Bit Farbtiefe = Schwarz-Weiß-Bild
8 Bit Farbtiefe (1 Byte) = Graustufen- oder
Farbbild (256 Graustufen oder 256 Farben)
16 Bit Farbtiefe (2 Byte) = (High Color) Farbbild
(65.536 Farben)
24 Bit Farbtiefe (3 Byte) = (True Color) Farbbild
(16.777.216 Farben)
32 Bit Farbtiefe (4 Byte) = (CMYK) Druckfarben
48 Bit Farbtiefe (6 Byte) = Farbbild
(281.474.976.710.656 Farben)
In der Regel werden Sie es mit Bildern im RGB-Modus (24
Bit) zu tun haben. Diese Bilder setzen sich aus den drei
Grundfarben Rot - Grün - Blau zusammen. Jeder dieser
drei Farben wird aus 256 Farbabstufungen generiert.
Mischt man nun diese drei Farben miteinander ergibt sich
eine Gesamtzahl von 16.777.216 Farben: 256 x 256 x 256.
Die nächste Frage wäre: Wie groß ist denn ein Pixel? Auf
diese Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort. Die
Größe eines Pixel ist nämlich von verschiedenen Faktoren
abhängig.
Dazu mal ein Beispiel: Sie sind glücklicher Besitzer
eines 19"-Monitors und haben dafür eine Auflösung von
1280 x 1024 Pixel eingestellt. Jemand anders besitzt den
gleichen Monitor, hat aber eine Bildschirmauflösung von
800 x 600 Pixel eingestellt. Würde man nun auf beiden
Monitoren ein Foto mit den Ausmaßen von 800 x 600 Pixel
abbilden, wäre auf dem anderen Monitor der komplette
Bildschirm ausgefüllt, während bei Ihnen noch reichlich
Platz rundherum zur Verfügung steht. Daran kann man
sehen, dass Pixel in verschiedenen Größen auf einem
Monitor dargestellt werden. Diese Tatsache sollten Sie
bedenken, wenn Sie z.B. beabsichtigen, Bilder in eine
Homepage einzubauen.
Ähnlich verhält es sich, wenn Sie ein Bild auf Ihrem
Drucker zu Papier bringen wollen. Hierbei wirkt sich die
Auflösung allerdings enorm auf die Qualität des Druckes
aus. Nur allzu oft kommt es nämlich vor, dass wenn man
sich ein Foto auf dem Monitor anschaut oder in ein
Textprogramm wie Word importiert hat, dass beim Ausdruck
die Bildqualität gar nicht mehr dem entspricht, was man
sich erwartet hat. Dies hat allerdings nichts mit der
Auflösung Ihres Monitors zu tun, sondern mit der
Auflösung des Fotos! Und das ist leider nicht ganz so
einfach zu verstehen.
Es gibt einen Wert, den Sie vielleicht schon häufiger
irgendwo gesehen haben, aber nicht genau wissen, was er
denn bedeutet: DPI. Dies ist die Abkürzung für Dots
Per Inch und bedeutet übersetzt: Punkte pro Zoll.
Zoll ist ein amerikanische Längenmaß und entspricht 2,54
cm. Dieser (DPI)-Wert gibt also an, wie viele Bildpunkte
(Pixel) sich auf einer Strecke von 2,54 cm befinden.
Fazit: Haben Sie es mit Bildern zu tun, die
nur am Monitor dargestellt werden sollen (z.B. auf einer
Homepage), ist einzig die Bildgrößenangabe in Pixel
entscheidend. Die Bildauflösung hat keinerlei Einfluss
auf die Darstellungsqualität.
Sollen hingegen Bilder auf einem heimischen Drucker
ausgedruckt werden, müssen die Bildmaße in cm oder Inch
(Zoll) angegeben werden, wobei die Bildauflösung
mindestens 200 DPI betragen sollte!
Für den Fall, dass die Bilder später mal im
professionellen Druck ausgegeben werden sollen, geht man
von einer Auflösung von 300 DPI aus. Dieser Wert
errechnet sich aus dem Druckraster (60er ~150 LPI) und
einem Qualitätsfaktor von 2, was zusammen 300 DPI
ergibt.
Natürlich können Sie mit corel Photopaint einfach nur
"malen", doch das ist bei weitem nicht alles, was Sie
mit dem Programm machen können. Ein modernes
Bildbearbeitungsprogramm wie Photo Paint arbeitet nach
dem Prinzip der Ebenentechnik. Sie können sich das so
vorstellen, dass Sie hier nicht auf einem leeren Blatt
Papier malen, sondern einen (fast) beliebig großen
Stapel von durchsichtigen Folien vor sich haben, wobei
Sie auf jeder Folie ein anderes Bild malen können. Sie
können nach Belieben 'verunglückte' Folien einfach
entfernen und jeder Zeit wieder neue, leere oder bemalte
Folien irgendwo im Stapel hinzufügen.
Eine andere, viel benutzte Technik ist die so genannte
Maskierungstechnik. Stellen Sie sich vor, Sie wollen bei
sich zu Hause die Fensterrahmen mit Farbe streichen.
Idealerweise klebt man zuvor mit einem Klebeband die
Fensterscheibe zu, damit diese nicht mit Farbe
zugeschmiert wird. Und genau nach diesem Prinzip
funktioniert diese Maskierungstechnik. Wenn Sie nur
einen bestimmten Teil Ihres Bildes z.B. anmalen wollen,
wird der übrige Bereich durch eine Maske geschützt
(zugeklebt). Zwar haben Sie hier kein Klebeband zur
Verfügung, aber dafür jede Menge Maskierungswerkzeuge,
die es gilt, richtig zu bedienen.
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen dritten Aspekt
von Photo Paint vorstellen: die Transparenzfunktion.
Wenn Sie sich in Ihrer Umwelt ein wenig umschauen,
werden Sie schnell feststellen, dass es sehr viele Dinge
gibt, die nicht einfach nur farbig sind, sondern durch
die man hindurch sehen kann. Natürlich wäre da an erster
Stelle Glas zu nennen. Doch aber auch ein Lichtstrahl
ist zum Teil transparent oder Wasser, mit einer Vielzahl
an Reflexen. Auch hierfür stehen zahlreiche Werkzeuge
zur Verfügung, die es Ihnen ermöglichen sollen, eine
perfekte Illusion zu schaffen.
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